Erstellt mit MAGIX Verein für Gartenbau und Landespflege Allershausen e.V. Unser "Verein für Gartenbau und Landespflege Allershausen, e. V ." wurde im Jahre 1904 als "Obstbauverein Allershausen, Bezirksamt Freising" auf Betreiben des Privatiers Anton Pachmayr aus Unterkienberg gegründet, der dann auch sein erster Vorstand war. Das eigentliche Vereinsleben entwickelte sich dann im Jahre 1905, als jedes Mitglied aus den Mitteln der erstmals eingehobenen Beiträge einen jungen Obstbaum zur Anpflanzung erhielt, dem alljährlich weitere Obstbäume und später auch Beeren und Nusssträucher folgten. Aus dieser Tatsache geht schon hervor, welche Aufgabe sich der Verein gestellt hatte: Heimische Obstbäume und Beerensträucher zu veredeln, sowie deren Anbau und Pflege zu fördern. Sicherlich war es kein Zufall, dass Karl Steinacker aus Unterkienberg, der in den Jahren 1904/05 in den Diensten der "Kgl. landw. Kreislehranstalten Landsberg a. L." stand, sich dann besonders um die Obstbaumpflege annahm und in vielen heimischen Obstgärten die Bäume schnitt und veredelte. Dazu ist auch überliefert, dass Pfarrer Aigner aus Hohenbercha, Landesvorstand und bekannt als der "Apfelpfarrer", oft in Unterkienberg war und dort tatkräftig in der Obstbaumpflege mitgewirkt hat. Im Jahre 1924 wurde Johann Sgoff, Allershausen, in einer Obstbauversammlung beim Fuchswirt zum Vorstand des Vereins berufen. Unter seiner Führung kam der Arbeit des Vereins bald besondere Bedeutung zu, als es galt, die großen Lücken in unseren Obstgärten wieder mit widerstandsfähigen Sorten zu schließen, die der grimmige Winter 1928/29 mit seiner strengen Kälte dort hinterlassen hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg, der das frühere Vereinsleben völlig zum Erliegen gebracht hatte, war es das Verdienst von Josef Pichler als Vorstand und Alois Denk als Schriftführer und Kassier, den Obstbauverein Allershausen ab dem Jahre 1946 wieder zu neuem Leben erweckt und den großen Nachholbedarf an Arbeit in den Obstgärten gemeistert zu haben. Im März 1952 übernahm Alois Denk die Vereinsführung und setzte die unter seinem Vorgänger begonnene Arbeit fort, die Mitglieder immer mehr für einen fachgerechten Obstbaumschnitt und für die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel zu gewinnen. Bald verfügte der Verein über eine fahrbare Obstbaumspritze, die von den Mitgliedern eifrig benützt wurde. Guten Anklang fanden bei ihnen aber auch die gemeinsamen Omnibusausflüge, die man sich nach den Anstrengungen des Gartenjahres damals als ein besonderes Vergnügen leistete. Im Laufe der Jahre waren gar manche Gartenbesitzer dem Obstbauverein beigetreten, deren Interesse mehr dem Gartenbau im allgemeinen als nur dem Obstbau allein galt. Deshalb beschloss die Mitgliederversammlung im März 1971, den Namen des Vereins in "Verein der Gartenfreunde Allershausen" zu ändern und wählte zum neuen Namen auch eine neue Vorstandschaft wie folgt: Hans Frank jun. Schroßlach. Georg Schuhmann, Allershausen, Elisabeth Hüttinger, Allershausen, Josef Kreitmair, Allershausen. Die beharrliche, fleißige Arbeit der Allershausener Gartenfreunde fand erstmals öffentliche Anerkennung, als die Gemeinde Allershausen im Jahre 1972 bei dem Wettbewerb "Blumen-Olympiade" als zweitschönste Gemeinde im Landkreis Freising ausgezeichnet wurde. Der Erfolg beflügelte nun besonders den Eifer der Blumengärtnerinnen. Immer mehr Fensterfronten der Häuser schmückten sie mit bunten Blumen, die Balkone füllten sich mit leuchtender, sommerlicher Farbenpracht der Blüten, in sonnigen Vorgärten erblühten stolze Rosen, Hofeinfahrten und Hauseingänge zierten freundliches Grün und farbiger Blumenflor. So konnte dann der Verein im Jahre 1975 erstmals einen eigenen Wettbewerb im Blumen- und Grünschmuck durchführen. Seitdem belohnt er in jährlicher Wiederholung den Gartenfleiß seiner Mitglieder mit Auszeichnungen und kleinen Geschenken. In der Hauptversammlung des gleichen Jahres (1975) beschlossen die Mitglieder, eine endgültige Vereinssatzung anzunehmen und ihren Verein mit dem neuen Namen ‚Verein für Gartenbau und Landespflege Allershausen" in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Die ebenfalls durchgeführte Neuwahl der Vorstandschaft schenkte dem bisherigen 1. Vorsitzenden Hans Frank jun., Schroßlach, erneut einmütiges Vertrauen, 2. Vorsitzende wurde Frau Notburga Vaas. Der neue Name des Vereins sollte auch der Ausdruck einer weiteren Zielsetzung sein, die über die Förderung des Obst und Gartenbaus hinausgeht und mit der Erhaltung einer schönen Kulturlandschaft der Landespflege und dem Umweltschutz dienen will und damit nicht zuletzt auch zur Erhaltung der menschlichen Gesundheit beitragen möchte. Natürlich arbeitet der Verein zuerst für die Ortsverschönerung, trägt aber auch zur Verschönerung der Heimat bei, dient also der Heimatpflege und der gesamten Landeskultur, bietet Freizeitgestaltung und Naherholungsmöglichkeit. Dieser neuen Zielsetzung dienend, war der Verein bereits wenige Jahre später (1979) beim Landkreis-Wettbewerb "Der schönste Kinderspielplatz" durch den freiwilligen großen Einsatz seiner Mitglieder sehr erfolgreich und errang den 2. Preis. Im Jahre 1980 konnte der Verein auf sein 75 jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einem großen Fest, an dem die Ortsvereine und die umliegenden Gartenbauvereine teilnahmen, wurde dies gebührend gefeiert. Die Krönung stellte der Festumzug durch Allershausens Strassen dar. Bei den Neuwahlen 1983 wurde der bisherige Kassier Josef Kreitmair zum 1. Vorstand gewählt. Die Vereinsleitung war und ist ständig bemüht, das Interesse seiner Mitglieder durch regelmäßige Fachvorträge, meist auch mit schönen Lichtbildern oder Filmen, wach zu halten, ihnen mit Gartenbegehungen und praktischen Vorführungen in Gartenpflege (Schneiden von Bäumen und Sträuchern u. ä.) Anregungen, Rat und Beispiel zu geben, sie besucht mit ihnen Ausstellungen, Mustergärten und Gartenschauen und pflegt mit "Bunten Abenden" und Omnibusausflügen die Geselligkeit und Zusammengehörigkeit in einem lebhaften, ungezwungenen, von der Liebe zur Natur und vom Verständnis für den Mitmenschen getragenen Vereinsleben. Das mag der Grund dafür zu sein, dass sich in den vergangenen Jahren immer mehr Gartenfreunde zum "Verein für Gartenbau und Landespflege Allershausen" hingezogen fühlten und sich im Verlaufe von etwa zehn Jahren, in denen die Zahl der Gartenbesitzer auch wuchs, seine Mitgliederzahl sich auf das beinahe Dreifache der ursprünglichen erhöhte. Dies beweist, dass sich der Verein aus bescheidenen Anfängen heraus sehr positiv entwickelt hat. Im März 2003 beendete Josef Kreitmair auf eigenen Wunsch seine mittlerweile 20 jährige Vorstandstätigkeit. Auf Grund seines unermüdlichen Einsatzes um die Belange des Vereins wurde ihm vom Landesverband, vertreten durch den 1. Kreisvorsitzenden Günther Frombeck, die goldene Ehrennadel verliehen. Zum neuen 1. Vorstand wurde der bisherige Beisitzer Rudi Schuster gewählt. Der Verein zählt zu diesem Zeitpunkt 231 Mitglieder. Bei der Jahreshauptversammlung im März 2005 beschlossen die anwesenden Mitglieder auf Antrag der Vorstandschaft hin, Josef Kreitmair für seine Verdienste zu ehren. Nach der Laudatio, die der 1. Vorstand Rudi Schuster verfasste, wurde "unser Sepp" zum Ehrenvorstand ernannt. Gleichzeitig ist ihm auch die Ehrenmitgliedschaft zuteil geworden. Im Jahr 2005 waren auch viele Vorstandssitzungen durchzustehen, feierte doch am Sonntag, 31. Juli, dem sogenannten "Volksfestsonntag" der Verein das 100. Jubiläum. Es wurde ein Festausschuss gebildet, bei dem noch weitere 3 Mitglieder hinzu berufen wurden. In einer 48 seitigen Festschrift, die mit viel Mühe vom 1. Vorstand erstellt wurde, konnten die Leser alles über den Verein erfahren, auch Informationen über die Pflanzaktionen wurde mit Bildern präsentiert. Am Jubiläum nahmen 32 Vereine aktiv teil, es wurde nach dem Weißwurstessen im Festzelt ein großer Dankgottesdienst im "Dom im Ampertal", der Pfarrkirche St. Josef mit den beiden Geistlichen der Konfessionen gefeiert. Nach dem Gottesdienst fand im Festzelt das gemeinsame Mittagessen statt, die Bewirtung der Gäste übernahm in hervorragender und bewährter Weise die Volksfestgesellschaft. Am Nachmittag war der ganze Ort auf den Beinen um beim großen Festzug durch die Strassen Allershausens mit 35 Zugnummern und 3 Musikkapellen dabei zusein, oder auch mitzuwirken. Der Wettergott war an diesem Tag sehr gnädig mit dem Verein und so wurde dieses Ereignis ein großer Erfolg. Als Dankeschön für die teilnehmenden Vereine wurde an alle Vorstände ein Rosenstock übergeben, der 1. Bürgermeister Rupert Popp bekam in seiner Eigenschaft als Schirmherr des Jubiläums vom 1. Vorstand Rudi Schuster zusätzlich einen Regenschirm mit dem Logo vom Landesverband überreicht. Für dieses Ereignis des 100. Jubiläums bekamen alle Anwohner der Festzugstrassen im Frühjahr ein Tütchen mit Sonnenblumenkerne in den Briefkasten mit der Bitte, diese doch entlang des Zaunes zu pflanzen. So grünte und blühte es im ganzen Ort. Auch die Glonnbrücke wurde mit Blumenkästen verschönt, dies ist mittlerweile mit fest installierten, automatischen Bewässerungskästen zu einer festen Aufgabe des Vereins im Rahmen seiner gemeinnützigen Tätigkeit geworden. Seit 2003 finden auch alljährlich wieder Vereins-Lehrfahrten statt, die Ziele waren bisher Landesgartenschauen oder auch das schöne Oberbayern mit Besichtigungen und Verkostungen. Im Jahre 2005 beschloss die Vorstandschaft, alljährlich auch eine Weihnachtsfeier in das Jahresprogramm aufzunehmen. Neben besinnlichen und heiteren Texten, Geschichten und adventlicher Musik können die Teilnehmer aus der aufgebauten Tombola einen Preis mit nach Hause nehmen. Alljährlich wird auch eine Pflanzentauschbörse angeboten, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Bestimmt wegen des vielfältigen Angebotes konnten im Laufe der Jahre wieder etliche neue Gartenfreunde begrüßt werden, der Verein zählt im Januar 2007 jetzt 239 Mitglieder. Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im März 2007 standen der 2. Vorstand Richard Dinkel (20 Jahre), Kassierin Christa Neumayer (28 Jhr.), Schriftführerin Theresia Hoisl (16 Jhr.) sowie 3 Beisitzerinnen für die Wahl nicht mehr zur Verfügung. Glücklicherweise fanden sich aber wieder etliche engagierte Mitglieder um die offenen Posten wieder zu besetzen. Nachdem sich die automatischen Blumenkästen bewährt haben, wurde 2007 für die Bepflanzung an den 4 Ortseingangsschildern auch Kästen mit Wasserreservoir angeschafft. In diesem Jahr findet auch wieder ein Blumenschmuck-Wettbewerb statt. Der Erlös der Lose für die Tombola wird auf 400 € aufgestockt und der Betrag für gemeinnützige Zwecke gespendet. Im Jahr 2007 wurde die Arbeit der "Klinikclowns" unterstützt, im Jahr 2008 ging der Betrag zu gleichen Teilen an das "Frauenhaus Freising" und an die "Wärmestube Freising". Leider war die Teilnahme an der Pflanzentauschbörse sehr minimal (8 Besucher), deshalb beschloss die Vorstandschaft, diese nicht mehr zu veranstalten. Ebenso wird für eine Weile der Blumenschmuck-Wettbewerb nicht mehr angeboten, dafür aber jedes Jahr im Wechsel Sonnenblumen - Kartoffel - Kürbis ein Kinder-Wettbewerb veranstaltet. Am Standort Jodokskapelle (Ende der Jobsterstr.) wird 2008 eine Bank und 2 Linden gestiftet und aufgestellt, eine von der Gemeinde gepflanzte größere Linde wird von einem unbekannten Täter bodennah abgesägt. Die Tat wird auf das schärfste verurteilt. Ein Jahr später wurden auch die Stämme der zwei gestifteten Linden von wahrscheinlich demselben Täter abgebrochen. Eine Erneuerung aus der Vereinskasse wird abgelehnt. Der Erlös der Tombola 2009 kommt der Arbeit der Nachbarschaftshilfe Allershausen, im Jahre 2010 dem Ersthelfer vor Ort, organisiert von der Johanniter- Unfallhilfe zugute. Ebenfalls im Jahre 2010 wird eine weitere Sitzbank aus pulverbeschichteten Edelstahl im Glonnfeldpark gespendet, die von Spaziergängern benutzt werden kann. Bei der Neuwahl im Jahr 2011 wird bei der JHV eine neue Vorstandschaft gewählt, 1. BGM Rupert Popp fungiert wieder als Wahlleiter. Das Ergebnis: 1. Vorstand Rudi Schuster, 2. Vorstand Max Raith, Kassier Dieter Anneser und Josefa Heigl als Schriftführerin. Als Beisitzer wurden gewählt: Marille Maier, Christa Neumayer, Christine Pellmeyer, sowie Margreth Wurmseher und Hans Kislinger, die neu im Gremium die Geschicke des Vereins mitbestimmen. Die Gemeinde Allershausen feierte im Jahr 2014 das 1200. Jubiläum, dessen Höhepunkt am 1. Juni mit einem grossen, historischen Festzug gefeiert wurde. Der Verein nahm mit 18 Personen und einem Wagen, der von einem historischen Bulldog aus dem Jahre 1921 gezogen wurde, daran teil.